Die Reise zum Ort Klarheit

Wirr sind oft meine Gedanken, dann kann ich nicht mehr unterscheiden was wichtig und unwichtig, was wesentlich und unwesentlich ist. Und so bitte mich mein Unternehmen: „Bitte führe mich zum Ort der Klarheit“. Sie darauf: „Der Weg dorthin ist weit, es ist weit weg.“

Ich sage: „Bitte führe mich dorthin“, und so vertraue ich mich ihrer Führung an. Es geht in eine Landschaft mit Bergen und Tälern, mit Flüssen und Wiesen und Bäumen. Es geht auf und ab, es schlängelt sich nach rechts und links. Wir gehen den Weg, wir gehen, und wir gehen. Und ich vertraue mich der Führung meines Unternehmens an. Sie hat mich bei der Hand. Irgendwann ist es so, dass mein Unternehmen vorangeht und mich fast ziehen muss. Ich bleibe stehen und sage: „Ich kann nicht mehr.“ Ich schaue auf meine Füße, und sie schmerzen. Ich kann nicht mehr, und ich schaue mein Unternehmen an, und es ist noch soooooooooooooo weit. Die schöne Landschaft mit Wiesen, Tälern und Bergen ist zu Ende. Wir sind inzwischen in einer Einöde, einer Steppe. Nichts als Weite, nichts als dürre, trockene Landschaft. Ausgedörrter Sand, sengende Sonne, endlose Weite, und ich kann nicht mehr. „Genieße einfach die Landschaft“, sagt eine Stimme, „genieße einfach die Schönheit der Landschaft“, und so lasse ich mich auf die Schönheit ein und erfreue mich über deren Schönheit. Und während ich mich so erfreue, lasse ich mich zugleich von meinem Unternehmen erquicken, und ich beginne zu lachen. Es ist eine wunderschöne Reise, und wir gehen wieder los, doch sobald wir los gehen, sind wir auch schon da. Wir sind ganz schnell da, so als ob es nur noch fünf Schritte gewesen wären, an dem Ort der Klarheit – mit einem See, mit Wiesen, Grashalmen, die den See umranken und Bäumen. Wir bleiben da, mein Unternehmen und ich. Verwundert fragt sich der Unternehmer:

  • Wie oft bin ich schon fünf Schritte vor dem Ziel stehen geblieben?
  • Wann war das? Welche Erlebnisse und Erfahrungen hatte ich hierbei?
  • Wie sahen bei mir ganz konkret die schmerzenden Füße aus?

 

ZWIEGESPRÄCHE SIND…
Ich habe von anderen gehört – nein sie haben es mir eher zugeflüstert – daß es möglich ist sich mit seinem Unternehmen zu unterhalten. Kollegen, Kooperationspartner meinten, daß Sie sogar jede Menge Tipps von Ihrem Unternehmen bekommen haben, dass es regelrecht mit Ihnen reden würde. Ein sprechendes Unternehmen – welch ein Unsinn!!!!!! Aber allein die Vorstellung hätte schon was. Es wäre doch schön, wenn ich einen Sparringspartner hätte mit dem ich mich ab und an austauschen könnte. Und wer weiß besser Bescheid über mein Unternehmen, als mein Unternehmen selbst!

Meine Kollegen, die schon in Kontakt mit Ihrem Unternehmen stehen, haben gesagt, ich müsste mich nur auf die Reise machen und Anfragen ob ich den Raum des Unternehmens betreten darf. Und so geschah es. Ich packte meinen Rucksack und machte mich auf die Reise.

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