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Zwiegespräche…

Ich habe von anderen gehört – nein sie haben es mir eher zugeflüstert – daß es möglich ist sich mit seinem Unternehmen zu unterhalten. Kollegen, Kooperationspartner meinten, daß Sie sogar jede Menge Tipps von Ihrem Unternehmen bekommen haben, dass es regelrecht mit Ihnen reden würde. Ein sprechendes Unternehmen – welch ein Unsinn!!!!!! Aber allein die Vorstellung hätte schon was. Es wäre doch schön, wenn ich einen Sparringspartner hätte mit dem ich mich ab und an austauschen könnte. Und wer weiß besser Bescheid über mein Unternehmen, als mein Unternehmen selbst!

Meine Kollegen, die schon in Kontakt mit Ihrem Unternehmen stehen, haben gesagt, ich müsste mich nur auf die Reise machen und Anfragen ob ich den Raum des Unternehmens betreten darf. Und so geschah es. Ich packte meinen Rucksack und machte mich auf die Reise.

Auf dem Weg in das Innere meines Unternehmens

Ich mache mich auf den Weg in das Innere meines Unternehmens. Gern würde ich es besuchen, auf dem Rücken einen schweren Rucksack voller Fragen, Zweifel und Wünsche. Die Hoffnung ist groß, die Zweifel auch.

Auf dem Weg dort hin begegne ich der Liebe. Sie ist riesengroß, so dass ich zurücktreten muss, um sie ganz sehen zu können. Zugleich macht sich Angst breit. So riesig…ist sie. Doch nachdem ich etwas Mut gefasst habe, nähere ich mich Stück für Stück an. „Habe keine Angst, ich tu Dir nichts“, muntert sie mich auf. „Zusammen sind wir ein unschlagbares Team“ – Zweifel kommen bei mir hoch – Team, was soll denn das? Doch sie lässt nicht ab: „Nimm mich bei der Hand“, sagt sie. Nur wo? denke ich. So riesig ist sie. Doch flugs mache ich einen Sprung nach vorn und hechte mich zu ihrem Knöchel. Ich kann ihn gerade so umfassen, dass sich meine Fingerspitzen berühren. Ganz fest, so dass uns nichts mehr auseinander reißen kann. Auf einmal hat sie meine Größe und steht neben mir, wie eine vertraute Freundin – Hand in Hand. Und so gehen wir den Weg weiter in das Innere meines Unternehmens.

Endlich bei der Tür angekommen, kommen wieder Zweifel hoch. Ich würde so gern, ich wünsche mir nichts sehnlicher als in das Innere meines Unternehmens hineingehen zu können, aber ich darf nicht. „Wer sagt denn das?“ „Na alle, eben alle. Alle sagen’s!“ „Ja, wer sagt das denn?“ „Ja alle, einfach schlichtweg alle! Die Nachbarn, die Verwandten und die im Kindergarten und meine Eltern, mein Vater, meine Mutter, alle sagen’s!“ „Und wie wäre es, wenn du mal einen Zeh wenigstens hinein streckst in das Innere des Unternehmens?“ Ich strecke meinen Zeh in das Innere des Unternehmens, und ich fange an zu weinen. So eine Sehnsucht habe ich, weil es was ist, wie die absolute Vollendung, die Vereinigung, die Erfüllung und alles zusammen. Ein Glücksgefühl überströmt mich, das die Tränen nur so bei mir runterrollen lässt. Aber ich darf nicht hineingehen, denn es ist so schön da drin – ZU SCHÖN!!!!!!!!!!!!!

„Kein Mensch hat das Anrecht darauf, in so einer schönen Umgebung zu sein, in der absoluten Vollendung, im Paradies, in der Leichtigkeit. Warum soll ICH es haben, wenn es alle anderen nicht haben? Warum sollte ICH so leicht Schönes haben, wenn alle anderen es so schwer haben? Warum sollte ICH Glück haben, Glückseligkeit und Freude verspüren, wenn alle anderen traurig sind und es schwer haben? Warum sollte ausgerechnet ICH es gut haben? Warum sollte ausgerechnet ICH alles haben? Alles, mehr als das, was einem Menschen zusteht? Mehr als das, was überhaupt irgendeinem Menschen auf der Welt zusteht? So viel Glück hat keiner verdient!!!!!!!!!!!“

„Wer sind denn alle? Wer sagt denn das alles?“ „Na ja, z.B. auch mein Vater und meine Mutter.“ „Und was ist, wenn du ihnen sagst: Ich muss da einfach hingehen in das Innere des Unternehmens, ich muss einfach! Ich kann nicht anders! Jede Faser, jede Zelle meines Seins wünscht sich nichts sehnlicher!“ „Sie werden es nicht verstehen, ich kann es ihnen nicht erzählen. Sie werden es nicht verstehen!“ „Dann sag ihnen: Ich muss da einfach hingehen, auch wenn ihr es nicht versteht. Das ist die Lösung. Eltern müssen nicht alles verstehen. Wir brauchen den Segen und die Erlaubnis, aber verstehen müssen sie nicht alles.“

Ich trete ein….

und springe und hüpfe und mache Saltos und freue mich über die Schwerelosigkeit. Währenddessen nimmt das Innere des Unternehmens langsam Gestalt an von der Größe eines Samens bis zur Menschengestalt. Gespannt warte ich darauf mit ihr ins Gespräch zu treten….


Die Geburtstagsfeier – Teil I

Wir treffen uns nun schon über Jahre, doch heute ist ein besonderer Tag: Unser Geburtstag. Genau 14 Jahre sind wir nun schon ein Paar.

Grazil am Tisch sitzend, schlägt mein Unternehmen die Beine übereinander und fragt: Magst Du noch ein Glas Wein?“ und schenkt dem Unternehmen verträumt noch ein Glas Wein ein.

Ja, danke, sagt der Unternehmer. Weißt du noch, wie es bei unserer gemeinsamen Gründung im Jahr 1996 ganz zu Anfang war? Das ist schon lange her“, seufzt der Unternehmer wehmütig. „Mir war immer ganz schlecht, wie bei einer Schwangerschaft“, lächelt der Unternehmer „naja, aber irgendwie waren wir ja auch schwanger miteinander, oder? Und ständig hatte ich das Gefühl, ich schaff das nicht, alle anderen vielleicht, aber ich nicht. Dabei gibt es so viele geglückte Geburten.“

„Ja“, erwidert das Unternehmen, „Du warst voller Zweifel und Selbstzweifel. Du hast mit Dir gehadert und Deine Stärken nicht gesehen, und auch nicht, wie einzigartig Du bist – und ich natürlich auch, fügt das Unternehmen leicht beleidigt hinzu. Damals hast Du Dich in einer Spirale nach unten gedreht, statt nach oben… das predigt schon Professor Mewes mit der EKS, der Engpasskonzentrierten Strategie…“.

„Ja, die Selbstzweifel, die hatte ich damals, das stimmt. Aber, wenn man sie einmal überwunden hat, dann sind sie schnell vergessen. Welche waren das noch mal?

  1. Welche Hürden waren denn beim Markt zu nehmen?
  2. Welche Schwierigkeiten bei den Produkten?
  3. Welche Bedenken hatte ich da noch mal bezüglich meiner Mitarbeiter?
  4. Wie liefen damals eigentlich die Finanzen mit Kredit und Umsatz?
  5. Welche Feedbacks haben ich eigentlich von meinem Umfeld bekommen?


Die Geburtstagsfeier – Teil II

An Ihrem 14. Geburtstag lassen Unternehmer und Unternehmen die einzelnen Meilensteine Revue passieren.

„Erinnerst Du Dich noch, wie es sieben Jahre später war?“ Der Unternehmer beginnt in seinen Erinnerungen zu schwelgen und lässt sie verzückt an sich vorüber ziehen.

„Oh ja, Du hattest richtig großen Erfolg. Die Kunden haben Dir die Tür eingerannt. Ihr konntet Euch vor Aufträgen kaum retten, die Telefone liefen heiß, und Du und ich wurden richtig bekannt. Eigentlich hättest Du glücklich sein müssen, aber Du warst es nicht. Du weißt gar nicht, was Glück ist! Du kannst es nicht empfinden, nicht spüren, Dich nicht daran ergötzen. Jetzt hör zu, wenn ich Dir die Leviten lese und schweif nicht ab“, mahnt das Unternehmen. „Ich meinerseits wäre zumindest noch schöner, größer und bekannter geworden.

Du hast alles erreicht, was Du immer wolltest, und dann lehnst Du es ab und schmeißt es weg, damit Du als Opfer weiter leiden kannst. Du hast immer weiter gejammert: die schwierige Wirtschaftslage, die desaströse Finanzkrise, die komplizierte Technik, die blöde Politik, das schlechte Wetter, die schwierigen Kunden…! War’s nicht so?“

„Nja“ meint der Unternehmer kleinlaut.

„Schäme Dich nicht und höre zu“ sagt das Unternehmen liebevoll.

„Harter Tobak“, denkt sich der Unternehmer. Will ich da wirklich zuhören? Eigentlich nicht, aber irgend etwas hält ihn davon ab, die Schotten dicht zu machen, und er geht in sich. Er stellt sich folgende Fragen:

  • In welchen Situationen habe ich mich ungerecht behandelt gefühlt?
  • Was habe ich erlebt in diesen Situationen?
  • Was habe ich dabei empfunden?
  • In welchen Situationen bin ich in die Jammer-Situationen gekommen?

Das Unternehmen rät: „Lebe einfach. Genieße Deine Familie. Daraus gewinnst Du die Stärke für Deinen Beruf. Stabilisiere Dich auf der einen Seite und gehe mit dieser Stärke hinaus! Ändere Deinen Blickwinkel und erkenne, wieviel mehr Du hast als alle anderen. Und, mein Lieber, Du hast mich: ehemals ein Kleinunternehmen, das nun zu einem Mittelständler herangewachsen ist. Auch, wenn Du es lieber ignorierst, ich bin ein hidden champion. Du hast neue Märkte erschlossen, gute Mitarbeiter, hast eine tolle Familie, ein schönes Haus und siehst gar nicht, wie reich Du bist und wieviel Du schon geschafft hast“.

Auf dem richtigen Weg?

Der Unternehmer hat eine richtige Niederlage einstecken müssen. Ein großer Auftrag, der schon so gut wie in den Büchern stand, ist kurz vor Abschluss doch noch geplatzt.

„Mmh“, brummt der Unternehmer. „Weißt du, manchmal habe ich einfach das Gefühl, dass ich auf dem falschen Weg bin.“

Das Unternehmen darauf: „Ja, du bist gänzlich auf dem falschen Weg. Mach kehrt und geh in die andere Richtung. Genau in die andere Richtung. 180 Grad. Du strebst das falsche Ziel an.“

„Welches falsche Ziel? Welches Ziel habe ich denn?“

„Siehst du“, kreischt das Unternehmen aufgebracht los, “du weißt nicht einmal, welches Ziel du hast. Da haben wir den Strategiesalat!!!!!! Habe ich dir nicht immer gesagt…“

„Naja“, verteidigt sich der Unternehmer und geht in Kampfpositur, „Ich habe mit so vielen Schwierigkeiten zu kämpfen: mit meinen Angestellten, dann haben drei vom Mittleren Management gekündigt – du erinnerst dich – ein paar Großkunden sind abgesprungen und…“

„Ändere deinen Blick!“ das Unternehmen schneidet ihm das Wort ab. „Sieh, wieviel mehr du hast, als alle anderen. Du hast mich, dein Unternehmen. Immerhin bin ich in den letzten Jahren von einem Kleinunternehmen zu einem Mittelständler herangewachsen. Ich bin ein sogenannter Hidden Champion, auch wenn du es nur zu gerne ignorierst. Du hast einen neuen Markt erschlossen und obendrein noch eine tolle Familie (zumindest noch vor Deiner Scheidung) und ein schönes Haus. Sieh, wie reich du bist, wieviel du schon geschafft hast.“

„Aber irgendeinen Grund muss es doch geben, daß schon wieder ein Interessent abgesprungen ist. Vielleicht arbeite ich ja auch an der falschen Stelle“, sinniert der Unternehmer.

„Du arbeitest an der richtigen Stelle, an den Menschen, mit den Menschen. Öffne ihre Herzen, wie du deines öffnest. Dann flutscht auch plötzlich ein stockendes Projekt, und Streithähne gehen auch wieder aufeinander zu. Zeige ihnen, wie sie ihre Herzen öffnen können“.

Der Unternehmer schaut irritiert: „Ich weiß nicht, wie das geht. Mein Gott, wie soll ich das denn machen?“

Darauf das Unternehmen: „Wie hast Du es denn gemacht?“

„Naja, wenn ich es mir so recht überlege, habe ich sie Stück für Stück, Schicht für Schicht abgebaut – die Angst. Schau in die Zeitung oder in irgendein anderes Blättchen und du weißt, was mir so alles den Schweiß ins Gesicht getrieben hat. Und dann am Schluss war sie weg – die Schutzmauer.“

“Rede mit ihnen, und Du wirst sehen, dass es geht. Du bist oberste Priorität, weil du wichtige Informationen hast! Rede mit ihnen und öffne ihre Herzen! Sie werden dich alle haben wollen.“

Botschaften für die Menschen

Es ist fast Frühjahr. Hauptsaison für den Unternehmer. Und es stehen jede Menge Aktionen an. Er weiß nur nicht richtig, was er machen soll.

Hast Du einen Tip für mich? Was um Gottes willen soll ich denn dieses Jahr wieder erzählen?

Das Unternehmen: „Du weißt es ganz genau, du traust dich nur nicht! Du kennst die Sorgen und Nöte Deiner Kunden. Du weißt, was sie dir erzählen: am Telefon, im Meeting, bei den Verhandlungen, bei Projektbesprechungen. Dass sie zu wenig Zeit haben, zu viele Jobs für andere machen, nicht Nein sagen können, sich nicht durchsetzen und die anderen sich zu viel durchsetzen, dass sie nicht voran kommen, nicht über gewisse Pfützen hüpfen, unvorhergesehene Probleme plötzlich auftreten. Dass Ihnen oft alles zu viel wird.

Du kennst ihre Sorgen und Nöte.

Jana, und irgendwie hilft mir das auch nicht weiter! Murrt der Unternehmer vor sich hin.

„Ja, es hilft Dir nicht, weil du hast Angst, dass es nicht zu deiner Strategie passt, zu deiner Positionierung, zu deinem Unternehmensauftritt. Du müsstest Flagge zeigen, und du denkst, du müsstest dann alles über den Haufen werfen. Lass dich darauf ein, es wird alles gut! Gib dem Impuls, den du tagtäglich durch Informationen hast, nach. Verteile und kommuniziere diese Botschaften, ohne eine Zensur zu machen.“

Und wie könnten solche Botschaften den konkret aussehen?

Botschaft für Firmen in Kurzarbeit: Alles wird gut! Botschaft für Zögerer und Zauderer: Kommt endlich ins Handeln! Botschaft für Masken-Träger: Du bist wunderbar! Botschaft für Unternehmer: Ihr könnt hier für alle Menschen in eurem Unternehmen Wunderbares bewirken. Angestellte von großen Firmen: Ihr seid die Besten auf der ganzen Welt. Ihr seid die Besten! Für den Visionär: habe Geduld!…mit den anderen. Arbeite an dir! Für die Zeitung: Die Welt ist veränderbar, wir verändern die Welt! Für den, der Hilfe braucht: Komm, ich helfe Dir! Für das Publikum: Wir haben alle die gleichen Probleme. Und jeder denkt bei sich, nur er hätte sie. Er sei ganz allein damit auf der Welt. Laßt Sie uns gemeinsam angehen. Genug Botschaften?

Der Unternehmer ist ganz verblüfft. In der Tat, das kommt ihm alles irgendwie bekannt vor. Nun stellt er sich vor. In Zukunft mache ich mir mehr Notizen von dem, was mir meine Kunden erzählen:

  • Was erzählen mir meine Kunden am Telefon, in Meetings, Messen und Kongressen?
  • Wo gibt es Gelegenheiten, von dem, was meine Kunden bewegt, mehr zu erfahren?
  • Was würde passieren, wenn ich darauf eingehen würde?
  • Was würde mein Umfeld Wettbewerb, Interessenten, Familien, Angestellte dazu sagen?
  • Was würde ich dadurch gewinnen und verlieren?

Die Reise zum Ort Klarheit

Wirr sind oft meine Gedanken, dann kann ich nicht mehr unterscheiden was wichtig und unwichtig, was wesentlich und unwesentlich ist. Und so bitte mich mein Unternehmen: „Bitte führe mich zum Ort der Klarheit“. Sie darauf: „Der Weg dorthin ist weit, es ist weit weg.“

Ich sage: „Bitte führe mich dorthin“, und so vertraue ich mich ihrer Führung an. Es geht in eine Landschaft mit Bergen und Tälern, mit Flüssen und Wiesen und Bäumen. Es geht auf und ab, es schlängelt sich nach rechts und links. Wir gehen den Weg, wir gehen, und wir gehen. Und ich vertraue mich der Führung meines Unternehmens an. Sie hat mich bei der Hand. Irgendwann ist es so, dass mein Unternehmen vorangeht und mich fast ziehen muss. Ich bleibe stehen und sage: „Ich kann nicht mehr.“ Ich schaue auf meine Füße, und sie schmerzen. Ich kann nicht mehr, und ich schaue mein Unternehmen an, und es ist noch soooooooooooooo weit. Die schöne Landschaft mit Wiesen, Tälern und Bergen ist zu Ende. Wir sind inzwischen in einer Einöde, einer Steppe. Nichts als Weite, nichts als dürre, trockene Landschaft. Ausgedörrter Sand, sengende Sonne, endlose Weite, und ich kann nicht mehr. „Genieße einfach die Landschaft“, sagt eine Stimme, „genieße einfach die Schönheit der Landschaft“, und so lasse ich mich auf die Schönheit ein und erfreue mich über deren Schönheit. Und während ich mich so erfreue, lasse ich mich zugleich von meinem Unternehmen erquicken, und ich beginne zu lachen. Es ist eine wunderschöne Reise, und wir gehen wieder los, doch sobald wir los gehen, sind wir auch schon da. Wir sind ganz schnell da, so als ob es nur noch fünf Schritte gewesen wären, an dem Ort der Klarheit – mit einem See, mit Wiesen, Grashalmen, die den See umranken und Bäumen. Wir bleiben da, mein Unternehmen und ich. Verwundert fragt sich der Unternehmer:

  • Wie oft bin ich schon fünf Schritte vor dem Ziel stehen geblieben?
  • Wann war das? Welche Erlebnisse und Erfahrungen hatte ich hierbei?
  • Wie sahen bei mir ganz konkret die schmerzenden Füße aus?

Unzufriedenheit

Wir bleiben da, mein Unternehmen und ich. Und ich stelle Fragen an mein Unternehmen und unzufrieden werde ich über die Antworten, die es mir über die Klarheit gibt. Und so schaue ich mir die Unzufriedenheit an vorwurfsvoll an. Aber ich kann die Unzufriedenheit nicht wirklich umarmen. Die Unzufriedenheit ist wie ein Spiegelbild von mir, wie eine zweiter Unternehmer, der direkt neben mir sitzt. Genau so groß mit dem gleichen Antlitz. Und mein Unternehmen sagt: „Ja, du willst es so haben. Du willst die Unzufriedenheit“. Und so setze ich mich um, damit ich die Unzufriedenheit direkt anschauen kann. Sie sieht mir wirklich ähnlich und sie bewegt sich auch synchron zu mir.

Plötzlich fängt die Unzufriedenheit an zu reden: „ Du denkst wohl Du wirst mich einfach los, wenn Du nur genug veränderst. Irritiert schaut der Unternehmer hoch und denkt, ja, ich verändere. Ich verbessere, optimiere, kontrolliere, plane und verbessere wieder. Führe Qualitätszirkel ein, bilde Ideenschmieden und bilde mich und meine Leute fort. Ja, ich verändere am laufenden Band , so dass es dann perfekt ist. Plötzlich fragt sich der Unternehmer:

  • Wie würde ich mich fühlen, wenn alles perfekt ist?
  • Wie würden sich die anderen fühlen, wenn bei mir alles perfekt ist?
  • Wie würde ich mich fühlen, wenn es die Unzufriedenheit in meinem Leben nie mehr geben würde?

Perfektionismus

Mmmh, und was ist wenn es nie perfekt ist?

Das Unternehmen: „Gebe die Kontrolle auf und vertrauen mir.“ Erschrocken schaut der Unternehmer um sich. Ja, ich habe Angst die Kontrolle aufzugeben, Angst, wenn etwas schief geht, Angst, die Fehler anderer ausbaden zu müssen, Angst, dass etwas verpatzt wird…Doch das Perfekt sein stiehlt mir mein Leben. Ich stehle mir mein Leben. Ich erlaube mir, dass ich mir mein Leben stehle, weil ich zu viele Rollen habe, in denen ich perfekt sein möchte. In der Zwischenzeit saß der Perfektionismus in einer Dreierrunde mit dem Unternehmer und seiner Unternehmensseele zusammen. Groß wie ein kleiner Riese, saß er bei den anderen. Der Unternehmer schaute ihn an und sagte zu ihm, dem Perfektionismus „Du erfüllst mich, aber von nun an erlaube ich es mir, die Dinge zu tun, die mir am Herzen liegen. In Zukunft tue ich Dinge, die mir am Herzen liegen, alleine deswegen!“ Der Unternehmer lehnt sich an sein Unternehmen zurück, lässt sich voll und ganz auf sie ein und je mehr er das tut, desto mehr schwindet der Perfektionismus dahin.

Wer mit seinem Unternehmen, in Kontakt treten möchte, bitte melden unter alexandra@herzog-windeck.de oder tel. 09191-615 350.