Auf dem Weg in das Innere meines Unternehmens

Ich mache mich auf den Weg in das Innere meines Unternehmens. Gern würde ich es besuchen, auf dem Rücken einen schweren Rucksack voller Fragen, Zweifel und Wünsche. Die Hoffnung ist groß, die Zweifel auch.

Auf dem Weg dort hin begegne ich der Liebe. Sie ist riesengroß, so dass ich zurücktreten muss, um sie ganz sehen zu können. Zugleich macht sich Angst breit. So riesig…ist sie. Doch nachdem ich etwas Mut gefasst habe, nähere ich mich Stück für Stück an. „Habe keine Angst, ich tu Dir nichts“, muntert sie mich auf. „Zusammen sind wir ein unschlagbares Team“ – Zweifel kommen bei mir hoch – Team, was soll denn das? Doch sie lässt nicht ab: „Nimm mich bei der Hand“, sagt sie. Nur wo? denke ich. So riesig ist sie. Doch flugs mache ich einen Sprung nach vorn und hechte mich zu ihrem Knöchel. Ich kann ihn gerade so umfassen, dass sich meine Fingerspitzen berühren. Ganz fest, so dass uns nichts mehr auseinander reißen kann. Auf einmal hat sie meine Größe und steht neben mir, wie eine vertraute Freundin – Hand in Hand. Und so gehen wir den Weg weiter in das Innere meines Unternehmens.

Endlich bei der Tür angekommen, kommen wieder Zweifel hoch. Ich würde so gern, ich wünsche mir nichts sehnlicher als in das Innere meines Unternehmens hineingehen zu können, aber ich darf nicht. „Wer sagt denn das?“ „Na alle, eben alle. Alle sagen’s!“ „Ja, wer sagt das denn?“ „Ja alle, einfach schlichtweg alle! Die Nachbarn, die Verwandten und die im Kindergarten und meine Eltern, mein Vater, meine Mutter, alle sagen’s!“ „Und wie wäre es, wenn du mal einen Zeh wenigstens hinein streckst in das Innere des Unternehmens?“ Ich strecke meinen Zeh in das Innere des Unternehmens, und ich fange an zu weinen. So eine Sehnsucht habe ich, weil es was ist, wie die absolute Vollendung, die Vereinigung, die Erfüllung und alles zusammen. Ein Glücksgefühl überströmt mich, das die Tränen nur so bei mir runterrollen lässt. Aber ich darf nicht hineingehen, denn es ist so schön da drin – ZU SCHÖN!!!!!!!!!!!!!

„Kein Mensch hat das Anrecht darauf, in so einer schönen Umgebung zu sein, in der absoluten Vollendung, im Paradies, in der Leichtigkeit. Warum soll ICH es haben, wenn es alle anderen nicht haben? Warum sollte ICH so leicht Schönes haben, wenn alle anderen es so schwer haben? Warum sollte ICH Glück haben, Glückseligkeit und Freude verspüren, wenn alle anderen traurig sind und es schwer haben? Warum sollte ausgerechnet ICH es gut haben? Warum sollte ausgerechnet ICH alles haben? Alles, mehr als das, was einem Menschen zusteht? Mehr als das, was überhaupt irgendeinem Menschen auf der Welt zusteht? So viel Glück hat keiner verdient!!!!!!!!!!!“

„Wer sind denn alle? Wer sagt denn das alles?“ „Na ja, z.B. auch mein Vater und meine Mutter.“ „Und was ist, wenn du ihnen sagst: Ich muss da einfach hingehen in das Innere des Unternehmens, ich muss einfach! Ich kann nicht anders! Jede Faser, jede Zelle meines Seins wünscht sich nichts sehnlicher!“ „Sie werden es nicht verstehen, ich kann es ihnen nicht erzählen. Sie werden es nicht verstehen!“ „Dann sag ihnen: Ich muss da einfach hingehen, auch wenn ihr es nicht versteht. Das ist die Lösung. Eltern müssen nicht alles verstehen. Wir brauchen den Segen und die Erlaubnis, aber verstehen müssen sie nicht alles.“

Ich trete ein….

und springe und hüpfe und mache Saltos und freue mich über die Schwerelosigkeit. Währenddessen nimmt das Innere des Unternehmens langsam Gestalt an von der Größe eines Samens bis zur Menschengestalt. Gespannt warte ich darauf mit ihr ins Gespräch zu treten….

 

ZWIEGESPRÄCHE SIND…
Ich habe von anderen gehört – nein sie haben es mir eher zugeflüstert – daß es möglich ist sich mit seinem Unternehmen zu unterhalten. Kollegen, Kooperationspartner meinten, daß Sie sogar jede Menge Tipps von Ihrem Unternehmen bekommen haben, dass es regelrecht mit Ihnen reden würde. Ein sprechendes Unternehmen – welch ein Unsinn!!!!!! Aber allein die Vorstellung hätte schon was. Es wäre doch schön, wenn ich einen Sparringspartner hätte mit dem ich mich ab und an austauschen könnte. Und wer weiß besser Bescheid über mein Unternehmen, als mein Unternehmen selbst!

Meine Kollegen, die schon in Kontakt mit Ihrem Unternehmen stehen, haben gesagt, ich müsste mich nur auf die Reise machen und Anfragen ob ich den Raum des Unternehmens betreten darf. Und so geschah es. Ich packte meinen Rucksack und machte mich auf die Reise.