Die Geburtstagsfeier – Teil I

Wir treffen uns nun schon über Jahre, doch heute ist ein besonderer Tag: Unser Geburtstag. Genau 14 Jahre sind wir nun schon ein Paar.

Grazil am Tisch sitzend, schlägt mein Unternehmen die Beine übereinander und fragt: Magst Du noch ein Glas Wein?“ und schenkt dem Unternehmen verträumt noch ein Glas Wein ein.

Ja, danke, sagt der Unternehmer. Weißt du noch, wie es bei unserer gemeinsamen Gründung im Jahr 1996 ganz zu Anfang war? Das ist schon lange her“, seufzt der Unternehmer wehmütig. „Mir war immer ganz schlecht, wie bei einer Schwangerschaft“, lächelt der Unternehmer „naja, aber irgendwie waren wir ja auch schwanger miteinander, oder? Und ständig hatte ich das Gefühl, ich schaff das nicht, alle anderen vielleicht, aber ich nicht. Dabei gibt es so viele geglückte Geburten.“

„Ja“, erwidert das Unternehmen, „Du warst voller Zweifel und Selbstzweifel. Du hast mit Dir gehadert und Deine Stärken nicht gesehen, und auch nicht, wie einzigartig Du bist – und ich natürlich auch, fügt das Unternehmen leicht beleidigt hinzu. Damals hast Du Dich in einer Spirale nach unten gedreht, statt nach oben… das predigt schon Professor Mewes mit der EKS, der Engpasskonzentrierten Strategie…“.

„Ja, die Selbstzweifel, die hatte ich damals, das stimmt. Aber, wenn man sie einmal überwunden hat, dann sind sie schnell vergessen. Welche waren das noch mal?

  1. Welche Hürden waren denn beim Markt zu nehmen?
  2. Welche Schwierigkeiten bei den Produkten?
  3. Welche Bedenken hatte ich da noch mal bezüglich meiner Mitarbeiter?
  4. Wie liefen damals eigentlich die Finanzen mit Kredit und Umsatz?
  5. Welche Feedbacks haben ich eigentlich von meinem Umfeld bekommen?

 

ZWIEGESPRÄCHE SIND…
Ich habe von anderen gehört – nein sie haben es mir eher zugeflüstert – daß es möglich ist sich mit seinem Unternehmen zu unterhalten. Kollegen, Kooperationspartner meinten, daß Sie sogar jede Menge Tipps von Ihrem Unternehmen bekommen haben, dass es regelrecht mit Ihnen reden würde. Ein sprechendes Unternehmen – welch ein Unsinn!!!!!! Aber allein die Vorstellung hätte schon was. Es wäre doch schön, wenn ich einen Sparringspartner hätte mit dem ich mich ab und an austauschen könnte. Und wer weiß besser Bescheid über mein Unternehmen, als mein Unternehmen selbst!

Meine Kollegen, die schon in Kontakt mit Ihrem Unternehmen stehen, haben gesagt, ich müsste mich nur auf die Reise machen und Anfragen ob ich den Raum des Unternehmens betreten darf. Und so geschah es. Ich packte meinen Rucksack und machte mich auf die Reise.